Ausgabe 35/2022

Sehr geehrte Kollegen,

am letzten Mittwoch hat die FED die US-Leitzinsen, wie angekündigt, um weitere 75 Basispunkte erhöht, die BoE folgte am Donnerstag mit ebenfalls 75 Basispunkten. Die „FED Funds Target Rate“ liegt jetzt bei 3,75 bis 4,00 %. Höher waren die US-Leitzinsen zuletzt 2007, also vor rd. 15 Jahren. Der damalige FED-Chef Ben Bernanke hatte in mehreren Zinsschritten die US-Leitzinsen auf über 4 % angehoben und dadurch eine schwere Immobilienkrise in den USA ausgelöst. Was dann passierte, nämlich die Lehmann-Pleite und die Weltfinanzkrise, bleibt in nachhaltiger Erinnerung. Um den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems zu verhindern haben die Notenbanken mit „Gelddruckerei“ und „Nullzinspolitik“ reagiert. Die aktuellen „Inflationsprobleme“ sind die Quittung für die ausufernde Geldpolitik

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Ausgabe 33/2022

Sehr geehrte Kollegen,

wir hatten schon in Ausgabe # 30 des „Inside Guide“ vom 3. Oktober die Steuerpläne der neuen britischen Premierministerin Liz Truss und die anderen „fiskalen Rettungspakete“ diverser Regierungen als „kontraproduktiv“ in Sachen „Inflationsbekämpfung“ kritisiert. Allein die Pläne von Liz Truss hatten zu schweren, weltweiten Börsenturbulenzen, zum Absturz des britischen Pfundes und zu Not-Interventionen der Bank of England (BoE) geführt. Inzwischen hat Liz Truss die „Mutter aller Kehrtwenden“ vollzogen, den Schatzkanzler Kwasi Kwarteng gefeuert, ihre unverantwortlichen Steuerpläne beerdigt und ihren Rücktritt angekündigt. Die Kehrtwende hat den überverkauften Aktienmärkten geholfen und für eine „bearmarket rally“ gesorgt. Die „technische Erholung“ wird von einigen Analysten bereits als große „Trendwende“ gefeiert. Wenn es nach diesen Optimisten geht, darf man sich bereits jetzt auf eine „Weihnachts-Rally“ freuen. Vorsicht!

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Ausgabe 30/2022

Sehr geehrte Kollegen,

im Nachhinein betrachtet sind wir froh, uns zweimal aus den Sommerferien zurückgemeldet zu haben, um Sie vor der Gefahr kräftiger Rückschläge an den Börsen zu warnen. Inzwischen gab es horrende Kursverluste bei Aktien, Bonds und Kryptos („everything sell-off“). Historisch betrachtet waren die ersten 9 Monate des Jahres die verlustreichsten seit 2002.  Eigentlich war die negative Entwicklung an den Börsen abzusehen. Die Preissteigerungen bewegen sich unverändert auf einem nicht hinnehmbaren Niveau und die FED war und ist gezwungen, dem InflationsgeschehenParoli zu bieten“. Jerome Powell und andere FED-Direktoren haben in den letzten Wochen außerdem keine Zweifel an ihrem konsequenten Handeln aufkommen lassen. Der Wallstreet-MaximeNever fight the FED“ war somit zu folgen.

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