Ausgabe 08/2025

Sehr geehrte Kollegen,

es wird langsam langweilig: Schon wieder neue hi-storische Höchstkurse beim Goldpreis, und zwar 2.955,06 $/Unze resp. 2.857,11 €/Unze. Je höher der Goldpreis steigt, desto mehr könnte man auf die Idee kommen, dass eine kräftige Korrektur überfällig sei oder die Ausbildung einer Top-Formation bevorstehen könnte. Auch die Marke von 3.000 $/Unze könnte eine psychologische Hürde darstellen. Die Befürchtungen sind nachvollziehbar, aber bisher gibt es keinerlei Anzeichen für eine Top-Bildung gibt. Ganz im Gegenteil: Rein charttechnisch betrachtet liegt unser nächstes Kursziel bei 3.250 $/Unze. Ist das realistisch? In aller Bescheidenheit möchten wir darauf hinweisen, dass bisher alle unsere Prognosen zum Goldpreis eingetroffen sind.  

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Ausgabe 39/2024

Sehr geehrte Kollegen,

die Masse der Analysten sieht tendenziell günstige Perspektiven für die US-Aktienmärkte. Hintergrund für diesen Optimismus sind die von Donald Trump angekündigten Steuersenkungen für Unternehmen. Zahlen die Unternehmen kaum noch Körperschaftssteuern, dann steigt automatisch der Netto-Gewinn der Unternehmen. Die PE-Ratios sinken und die Kurse steigen, so die Kalkulation. Außerdem soll es üppige Deficit-Spending-Programme zur Ankurbelung der US-Wirtschaft geben. Von solchen Programmen könnten auch mittlere und kleinere Unternehmen profitieren. Die meisten Analysten sehen aber auch, dass die Belebung der Wirtschaft durch eine aggressive Fiskalpolitik der Trump-Administration ein Strohfeuer sein könnte. Längerfristig könnte die ausufernde Staatsverschuldung der USA massive Probleme bereiten.

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Ausgabe 27/2024

Sehr geehrte Kollegen,

wir unterbrechen unsere Sommerpause ein weiteres Mal, um den jüngsten „Crash“ an den Aktienmärkten zu kommentieren. Was ist passiert und wie geht es weiter? War das etwa der Beginn einer größeren Korrektur oder gibt es jetzt günstige Kaufgelegenheiten bei den bekannten Tech-Aktien wie Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Meta? Die gewaltigen Verluste an MarketCap waren insofern interessant, weil die Wahrscheinlichkeit von US-Leitzinssenkungen im September zuvor auf über 90 % gestiegen war. Hätte das nicht ein positives Signal für die Aktienbörsen sein können? Offensichtlicht nicht! Gab es etwa einen „Buy the rumors, sell the fact“ – Effekt? Und was hat Warren Buffett bewogen in großem Stil „Kasse zu machen“ und u.a. die Hälfte seines Bestandes an Apple-Aktien zu liquidieren? Und dann gibt es noch die schlechten US-Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten und die Gefahr eines umfassenden Krieges im Nahen Osten. Was passiert da gerade?  

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Ausgabe 18/2024

Sehr geehrte Kollegen,

in der letzten Woche haben die letzten 6 der von uns empfohlenen Minengesellschaften ihre Quartalszahlen vorgelegt. Es ist naheliegend, dass wir uns in dieser Ausgabe des „Inside Guide“ auf die Thematik Minengesellschaften fokussieren möchten. Wir hatten die Prognose abgegeben, dass in diesem Jahr die „Minen-Branche“ besser performen wird als alle anderen Branchen. Den Hauptgrund für diese Annahme sehen wir darin, dass der Goldpreis neue historische Höchstkurse erklommen hat, die Minengesellschaften diesen Kursaufschwung aber bisher nicht nachvollzogen haben. Da die Edelmetallpreise die Gewinnmargen der Minenbetriebe entscheidend beeinflussen, sollte sich das im Zahlenwerk der Minengesellschaften niederschlagen und zu steigenden Kursen der Minen-Aktien führen. Tatsächlich ist bisher das genaue Gegen teil passiert. Von den in den letzten 5 Jahren erreichten Höchstkursen ging die Reise, wie die Tabelle unten zeigt, talwärts (Alle Kurse in der Tabelle in US-$).   

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Ausgabe 05/2024

Sehr geehrte Kollegen,

die Nachricht der Woche war sicherlich die von einem Hongkonger Gericht angeordnete Liquidation des chinesischen Immobilien-Giganten Evergrande. Mit Schulden in Höhe von rd. 300 Mrd. $ ist Evergrande der am höchsten verschuldete Bauträger der Welt. Das Unternehmen ist zahlungsunfähig und nach westlichen Standards seit langem pleite. Gut möglich, dass jetzt eine Pleitewelle bei den hochverschuldeten chinesischen Immobilien-Konzernen folgt. Da die Baubranche der wichtigste Industriezweig der chinesischen Volkswirtschaft ist, könnte das gravierende Folgen haben. Wenn „Immobilienblasen“ platzen, kann das schon mal zu schweren Banken- und Wirtschaftskrisen führen. Ob die Evergrade-Pleite weltwirtschaftlich betrachtet negative „Sekundär-Effekte“ bereithält, kann man zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen. Es wird darauf ankommen, wie das Autokraten-Regime in China mit dem Problem umgeht. Da chinesische Konsumenten vermutlich sehr viel Geld verlieren werden, besteht zumindest die Gefahr, dass der „Wachstumsmotor“ China ins Stottern gerät. Mal sehen!

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Ausgabe 39/2023

Sehr geehrte Kollegen,

dies ist die vorletzte Ausgabe des „Inside Guide“ für dieses Jahr und wir sind immer noch überrascht, dass die Aktienmärkte trotz der multiplen Krisen unbeirrt ihre „Weihnachts-Rally“ zelebrieren. Es ist offensichtlich so, dass 13 JahreGelddruckerei“ durch die Notenbanken dafür gesorgt haben, dass den Märkten immer noch reichlich Liquidität zur Verfügung steht. In einem solchen Umfeld sorgt jede positive Meldung, sei es die optimistische Äußerung eines Notenbankers oder ein Rendite-Absturz bei US-Treasuries, für eine Erholung bei den Aktien-Indizes. Am letzten Dienstag hat die Rede des FED-Gouverneurs Christopher Waller die Märkte beflügelt. Er meinte, dass sich die Inflationsrate zügig in Richtung des 2 %-Ziels bewege und die Datenlage auf eine Abschwächung der Wirtschaft hinweise. Die Bondmärkte reagierten sofort, obwohl die jüngsten Treasury-Auktionen schlecht liefen. Die Rendite für 10 j. Treasuries fiel im Tief jedenfalls auf 4,198 %. Den Aktienmärkten gefiel das. Vom Tief bei 4.103,78 am 27. Oktober 2023 hat sich der S & P 500 Index in der Spitze bis auf 4.599,39 erholt, das sind erstaunliche + 12,1 %. Dem Goldpreis ist diese Entwicklung noch besser bekommen: In €uro gab es mit 1.905,39 €/Unze ein neues „Alltime High“. In US-$ stieg der Goldpreis von 1.810,45 $/Unze am 6. Oktober 2023 in der Spitze bis auf 2.075,45 $/Unze, das sind erstaunliche + 14.64 %. Zum „Alltime High“ in US-$ (2.080,41 $/Unze) fehlten gerade mal 0,43 %.

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Ausgabe 37/2023

Sehr geehrte Kollegen,

die CPI-Daten vom letzten Dienstag haben zu einem „Kursfeuerwerk“ an den Aktienmärkten geführt. Statt um erwartete + 3,3 % stiegen die Konsumentenpreise in den USA „nur“ um + 3,2 %. Die Investment-Community hat aus dieser geringfügigen Veränderung den Schluss gezogen, dass die Inflation nunmehr besiegt sei. Die Renditen an den US-Bondmärkten sanken deutlich, was wiederum die Aktien beflügelt und dem US-$ geschadet hat. Wir hätten niemals gedacht, dass in der aktuellen Börsenphase die US-Aktienindizes eine derart stramme Erholung hinlegen könnten. Gerne geben wir zu, dass wir uns in diesem Punkt geirrt haben. Wir glauben trotzdem nicht, dass man schon jetzt den „Sieg über die Inflation“ verkünden kann. Angesichts der aktuellen Lohnforderungen erwarten wir einen weiteren substanziellen Preisanstieg und dauerhaft hohe Zinsen. An baldige Zinssenkungen durch die Notenbanken glauben wir deshalb nicht. Positiv an der aufkeimenden Euphorie ist, dass auch die Edelmetalle und die Minen-Aktien profitiert haben. Wir setzen nun, wie angekündigt, die Kommentierung der Quartalszahlen der Minen-Gesellschaften fort:

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Ausgabe 35/2023

Sehr geehrte Kollegen,

in diesem Jahr lassen sich die Entwicklungen an den Börsen wie folgt beschreiben: Fallen die Aktienkurse, dann steigt der Goldpreis und umgekehrt. Die diametralen Kursentwicklungen von Aktien und Gold lassen sich nicht nur an der Performance in diesem Jahr ablesen, sie lassen sich auch an den Tagesbewegungen beobachten. An dem Tag, an dem die Aktienmärkte zuletzt gravierend einbrachen, erlebte der Goldpreis seinen stärksten Anstieg. Dass diese gegenläufigen Entwicklungen kein Zufall sind, müsste eigentlich jedem klar sein. Bemerkenswert ist allerdings, dass es die stärksten Verluste an den Bondmärkten gab, und die Renditen z.T. auf den höchsten Stand seit 2007 stiegen. Ein starker Zins- und Rendite-Anstieg ist für den Goldpreis oftmals schädlich, weil hohe Zinsen und Renditen tendenziell günstig für den US-Dollar sind. Ein steigender US-Dollar wiederum schadet in der Regel dem Goldpreis. Dass der Goldpreis trotzdem auf ein neues Jahreshoch gestiegen ist interpretieren wir als innere Stärke.

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